Ob Stretch-Limousine, sportlicher Zweisitzer oder liebevoll restaurierter Oldtimer: Wie ihr am Hochzeitstag von A nach B kommt, sagt viel über den Stil eures Festes aus. Das Hochzeitsauto ist längst mehr als ein Transportmittel, es ist Teil eures grossen Auftritts und ein dankbares Fotomotiv. Bevor ihr euch aber in ein bestimmtes Modell verliebt, lohnt es sich, ein paar praktische Punkte zu bedenken, damit die Fahrt genauso entspannt wird wie sie aussieht.
Welches Auto passt zu eurer Hochzeit?
Beim Hochzeitsauto gehen die Geschmäcker weit auseinander, und das ist auch gut so. Manche Paare ist es völlig egal, womit sie fahren, andere träumen seit Jahren von einer eleganten Limousine, einem Sportwagen oder einem klassischen Oldtimer. Wieder andere legen Wert auf etwas Grosses und Bequemes, in dem sich das ganze Brautgefolge wohlfühlt. Einen roten Faden gibt es trotzdem: Das Auto sollte zum Gesamtbild eures Tages passen. Ein verrostetes Alltagsauto wird einer festlich gekleideten Braut selten gerecht, während ein stimmiges Fahrzeug den Look perfekt abrundet. Überlegt euch also zuerst, welche Stimmung ihr euch für den Tag wünscht, und wählt das Auto passend dazu.
Oldtimer mieten: Charme mit ein paar Spielregeln
Ein Oldtimer ist für viele der Inbegriff von Hochzeitsromantik, und die Bilder sind traumhaft. Wenn ihr euch für einen Klassiker entscheidet, gibt es allerdings einen wichtigen Punkt: Nehmt zwingend einen Fahrer und setzt euch nicht selbst ans Steuer. Der Grund ist simpel und hat mit der Versicherung zu tun. Fahrt ihr selbst und es passiert etwas, kann es sein, dass die Versicherung im Schadensfall nicht zahlt. Ein professioneller Fahrer gehört bei seriösen Vermietern meist ohnehin zum Angebot und nimmt euch am schönsten Tag jede Sorge ums Rangieren und Parkieren ab. So könnt ihr die Fahrt einfach geniessen, statt euch auf den Verkehr zu konzentrieren.
Komfort und Platz besser nicht unterschätzen
So charmant ein Oldtimer auch ist, in Sachen Komfort kann er mit einem moderneren Fahrzeug selten mithalten. An einem heissen Sommertag sucht ihr in vielen Klassikern vergeblich nach einer Klimaanlage, und im Brautkleid kann das schnell unangenehm werden. Ein neueres Auto ist da klar im Vorteil. Achtet ausserdem auf ein Detail, das gerne vergessen geht: Die Braut muss mit dem Kleid bequem ein- und aussteigen können. Ein niedriger Sportwagen sieht toll aus, wird mit einem grossen Reifrock aber schnell zur Herausforderung. Und auch die Grösse des Bräutigams spielt eine Rolle, denn in manchen Autos hat eine grosse Person schlicht zu wenig Platz. Probesitzen vor der Buchung erspart euch böse Überraschungen.
Die Pferdekutsche als romantische Alternative
Wer es besonders märchenhaft mag, muss gar nicht zwingend aufs Auto setzen. Eine Pferdekutsche verwandelt die Ankunft in einen echten Prinzessinnen-Moment und ist gerade vor einer Kirche oder einem Schloss ein Hingucker. Bedenken solltet ihr dabei die Distanz: Eine Kutsche eignet sich vor allem für kurze, gut geplante Strecken, nicht für die halbe Anfahrt quer durch den Kanton. Klärt frühzeitig die Route, den Zeitbedarf und einen Plan B bei schlechtem Wetter, dann steht dem romantischen Auftritt nichts im Weg.
Das Hochzeitsauto als Fotomotiv
Ein schönes Fahrzeug ist nicht nur praktisch, sondern auch eine wunderbare Kulisse für Bilder. Rund um Luzern, in Obwalden oder Nidwalden gibt es unzählige stimmungsvolle Orte, an denen sich ein kurzer Fotostopp mit dem Hochzeitsauto lohnt, sei es vor einer Bergkulisse, an einem See oder in einer historischen Altstadtgasse. In über 250 begleiteten Hochzeiten habe ich gelernt, dass genau diese kleinen Zwischenmomente oft die entspanntesten und ehrlichsten Aufnahmen liefern. Sprecht solche Wünsche am besten frühzeitig mit eurem Fotografen ab, damit im Zeitplan ein paar Minuten für das Auto eingeplant sind. Es lohnt sich fast immer.
