Ihr habt euch für ein Datum, eine Location und vielleicht sogar für ein Motto entschieden – und dann kommt die Frage, die viele Paare unterschätzen: Wie soll das Ganze eigentlich aussehen? Die Dekoration entscheidet darüber, ob eure Hochzeit wie aus einem Guss wirkt oder ein bisschen zusammengewürfelt. Mit einem klaren Stil und ein paar durchdachten Entscheidungen gelingt euch ein stimmiges Gesamtbild, das man später auch auf den Fotos spürt.
Ohne Motto: Einigt euch auf einen gemeinsamen Stil
Nicht jedes Paar möchte eine Motto-Hochzeit feiern, und das ist völlig in Ordnung. Trotzdem lohnt es sich, dass ihr euch gemeinsam abspracht, in welche Richtung es gehen soll. Darf es eher pompös und festlich sein, mit viel Kerzenlicht und edlen Details? Oder gefällt euch der Vintage-Look mit Spitze und Antikem, ein lockerer Boho-Stil mit Pampasgras und Naturmaterialien oder ganz klassisch in Weiss und Grün? Am einfachsten geht das mit einer gemeinsamen Pinterest-Pinnwand: Sammelt Bilder, die euch beiden gefallen, und schaut nach ein paar Tagen, welche Farben und Materialien immer wieder auftauchen. Daraus entsteht fast von selbst euer roter Faden.
Selber machen oder machen lassen?
Viel Dekoration könnt ihr selbst gestalten. Das hat zwei grosse Vorteile: Eure Hochzeit bekommt eine ganz persönliche Note, die man so nirgends kaufen kann, und ihr spart unter Umständen etwas Geld. Der Preis dafür ist Zeit. Selbstgemachte Deko bedeutet Bastelabende, Besorgungen, Transport und am Hochzeitstag jemanden, der alles aufbaut und später wieder abräumt. Überlegt deshalb ehrlich, was ihr euch zutraut, und nehmt gern Freunde oder Familie mit ins Boot. Ein guter Mittelweg: Die grossen Elemente wie Blumen und Tischdekoration übernimmt ein Profi, die persönlichen Kleinigkeiten wie Schilder oder Platzkarten gestaltet ihr selbst.
Was alles zur Dekoration gehört
Die Möglichkeiten sind praktisch unendlich. Luftballons und Girlanden bringen Leichtigkeit, Schilder weisen den Weg oder begrüssen die Gäste, Papierdeko setzt Akzente, und selbst Namensschilder, Servietten, Taschentücher für die Freudentränen, Platzkarten, Tischdecken, Becher und Teller tragen zum Gesamtbild bei. Gerade die kleinen Dinge machen oft den Unterschied, weil sie zeigen, dass jemand an jedes Detail gedacht hat. Ihr müsst aber nicht alles ausschöpfen: Lieber wenige Elemente konsequent im gleichen Stil als von allem ein bisschen.
Deko und Location müssen zusammenpassen
Bevor ihr Dekoartikel bestellt, schaut euch eure Location genau an. Ein rustikaler Bauernhof im Entlebuch verträgt einen anderen Stil als ein eleganter Saal an der Seepromenade in Luzern oder ein historisches Schloss. Fragt beim Veranstalter nach, was erlaubt ist: Vielerorts sind offene Flammen, Konfetti oder Klebeband an den Wänden tabu. Klärt auch, wann ihr Zugang zum Raum habt, damit ihr in Ruhe aufbauen könnt. Wenn ihr ein Motto gewählt habt, muss die Dekoration zwingend dazu passen – sonst verpufft die ganze Mühe.
Was das für die Hochzeitsfotos bedeutet
Nach über 250 begleiteten Hochzeiten kann ich sagen: Eine stimmige Dekoration zahlt sich auf den Fotos doppelt aus. Ein schön gedeckter Tisch, ein liebevoll gestalteter Eingangsbereich oder ein Fotohintergrund in euren Farben geben den Bildern Atmosphäre und erzählen die Geschichte eures Tages. Sagt mir deshalb gern vorab, welche Details euch besonders am Herzen liegen, damit ich sie in Ruhe festhalten kann, bevor die Gäste den Saal stürmen. Denn genau diese Kleinigkeiten seht ihr am Hochzeitstag selbst oft kaum – auf den Bildern entdeckt ihr sie später wieder.
